Grundlegende Tipps für eine gesunde Papageien-Ernährung

Papageien benötigen prinzipiell ein abwechslungsreiches und ausgewogenes Futter. In menschlicher Obhut sind die Papageien auf artgemäße Fütterung durch uns angewiesen. Das angebotene Futter hat aber meist wenig gemeinsam mit dem, was sie in ihrem natürlichen Lebensraum, dem Tropischen Regenwald, fressen würden. Früchte und Samen in den Urwäldern haben gänzlich andere Nährstoff-Zusammensetzungen als unsere europäischen Früchte und herkömmliches Körnerfutter.  Je nach Art variieren auch die Ernährungsanforderungen - im Gegensatz zu Amazonen oder Kakadus haben z.B. Graupapageien einen höheren Calciumbedarf, Aras einen höheren Energiebedarf. Dazu kommt, dass Papageien gerne eigenen Ernährungsvorlieben nachgehen, was zu einseitiger Versorgung führen kann. Umgewöhnung des Futters gestaltet sich oft als schwierig und Geduldsprobe für die Halter*innen. Deshalb sollten sich Halter*innen genau über die Ernährungsbedürfnisse ihrer Vogelart informieren. Vogelkundliche Tierärzt*innen, Bücher und Fachmagazine sowie Blogs von Züchter*innen und Halter*innen bieten hier differenziertes Wissen.

Körner und Saatenmischungen:

Viele Papageienhalter*innen setzen grundsätzlich auf Körnerfutter als Basisnahrung. Es gibt hier eine große Vielfalt an Mischungen auf dem Markt. Da Papageien aber einen hohen Vitaminbedarf haben, kann dieser durch Saatenmischungen allein nicht gedeckt werden. Auch neigen Papageien zum Selektieren. In der Regel ist der Rohfaseranteil im Körnerfutter zu hoch, weshalb der Vogel frühzeitig gesättigt ist, bevor er die nötige Nährstoffmenge aufgenommen hat und so häufig auch einiges an Körnern liegen bleibt. Selbst wenn ein Papagei sämtliche Saaten einer Mischung frisst, unterliegen deren Nährstoffe den natürlichen Schwankungen und sind nicht ausreichend für eine gesunde Ernährung.

Körnermischungen haben in der Regel ungenügende Calciumwerte, zu geringe Mengen an Phosphor, Natrium, Mangan, Zink, Eisen, Jod, Selen, Vitamine A,D,E,K, Riboflavin, Pantothensäure, Niacin, B2 und Cholin.

Vögel, die mit Körnermischungen gefüttert werden, weisen oft Calciummangel auf und neigen zu Übergewicht. Graupapageien benötigen z.B. viel Calcium, da sonst Muskelprobleme auftreten können.

Bei Papageienfutter ist das Verhältnis von Fett und Proteinen überaus wichtig. Bei reinen Saatenmischungen ist der Eiweißgehalt häufig zu gering, was zu Pigmentverlusten am Gefieder führen kann.

Vitamin D kann bei zu hoher Dosierung gefährlich sein und die unterschiedlichen Arten benötigen unterschiedliche Mengen, so ist der Bedarf von Aras z.B. viel geringer als der von Graupapageien.

Immer wieder leiden Vögel, die hauptsächlich mit Saaten ernährt werden, unter Mangelerscheinungen und Erkrankungen. Neben Frischkost sind dann Ergänzungsfuttermittel wie unsere Präparate PRIME, PRIMUS VITAL oder SUPRAMIN zwingend erforderlich.

Frischkost:

Auch Obst, Gemüse, Grünfutter oder Keimfutter (z.B. aus dem Glas von Claus) stehen auf dem täglichen Speiseplan. Wichtig ist, bei heimischem Obst und Gemüse auf ungespritze Sorten zu achten und bei Äpfeln, Aprikosen etc. die Kerne zu entfernen! Bei getrockneten Früchten und Beeren sollten auch keine (Zucker-) Zusätze oder Schwefel verwendet werden, am besten sind naturbelassene Produkte.

Achtung: Grapefruits, Orangen und Mandarinen dürfen nicht an Vögel mit Nierenleiden verfüttert werden. Weintrauben hingegen unterstützen die Nierentätigkeit.

Giftig für Papageien sind außerdem: Avocados, Holunderbeeren und Kerne von Äpfeln oder Kirschen

Pellets oder Extrudate:

Gute Pellets oder Extrudate enthalten sorgfältig zusammengestellte Grundnährstoffe.

Bei Extrudaten werden alle benötigten Nährstoffe im notwendigen Verhältnis artgemäß zusammen gestellt. Es wird gewährleistet, dass auch das fertige Futter nach dem Produktionsprozess alles enthält, was der Vogel für seine vollwertige Ernährung braucht.

Im Gegensatz zu gepressten Pellets sind Extrudate durch die hohe Temperatur während der Produktion mikrobiologisch sauberer und weisen somit geringere Risiken auf.

Durch den Produktionsprozess des Extrudierens werden die Kohlenhydrate aufgeschlossen und die Energie ist für die Vögel schneller verfügbar. Das Futter hat zudem eine höhere Akzeptanz, da es für die Vögel schmackhafter ist.

Während gepresste Pellets leichter zerfallen, sind Extrudate härter und bleiben länger stabil. So wird die Aufnahme des gesamten Nährstoffspektrums gewährleistet und es gibt weniger Abfälle. Durch die Härte kommen Extrudate auch dem natürlichen Futter näher als trocken gepresste Pellets. Zudem kann man die unterschiedlichen Größen und Formen artgemäß variieren.

Bei einem Alleinfuttermittel wie TROPICAN von HARI (Hagen) ist die Versorgung von Papageien mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen auf der Basis aktueller ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse durch ausgewiesene Expert*innen gewährleistet. Mindestens 70% der Tagesration an Futter sollte somit aus den Exdrudaten bestehen.

Unterschiedliche Pelletgrößen und Formen für artgerechte Fütterung bei TROPICAN:


Krankheitserreger im Futter

In Körnerfutter (insb. bei unsachgemäßer Lagerung) können sich Krankheitserreger befinden (Bakterien, Pilze, Toxine etc.) und verbreiten. Hier punkten Pellets und Extrudate. HARI-Extrudate durchlaufen garantiert einen mehrstufigen sorgfältigen Kontrollprozess während der Herstellung. Sie sind sorgfältig auf mögliche Kontaminationen, Schimmelpilze und Aflatoxine geprüft. Unser HARI Premium-Papageienfutter von Hagen wird deshalb auch unter Schutzatmosphäre abgepackt, sodass der Nährstoffgehalt gesichert und Schadstoffbildung vorgebeugt wird.  


Weiteres zu HARI Premium-Papageienfutter: www.hari-futter.de


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